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Stimmen des Lebens : drei Erzählungen / von Georg Döring
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heiligen Hub ertusl! ich fange dich ab, wie einen geſtellten Eber. Du, Wilddieb, du!»

Heinrich war unbewaffnet. Jeder Wider⸗ ſtand hätte ihn in's offene Verderben geſtürzt. Er überließ ſich geduldig dem Willen ſeines rau⸗ hen Führers.

13.

Die Frau Muhme konnte, trotz ihren fehl⸗ geſchlagenen Liebeswerbungen für den Georg, dem holdſeligen Bruderskinde nicht gram ſeyn. Wenn Clärchen Abends zu Hauſe kam, wurde ſie von ihr mit Liebkoſungen überſchüttet, vor der rauhen Abendluft ſehr gewarnt, Goldnicht⸗ chen, Augäpfelchen, Herzliebchen, ein über das andermal geheißen und, wie ſich das von ſelbſt verſteht, gehörig abgeſchmatzt. So war es denn auch heute. Aber das Seelen⸗Clärchen wollte unter den Zärtlichkeiten der Förſtersfrau gar nicht aufthauen. Eine unheimliche Bangig⸗ keit hielt ihr die Bruſt wie zugeſchnürt.

Während die Frau Muhme mit ihr koſte, fiel plötzlich in der Nähe des Hauſes ein Schuß.

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