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innern Leid verzehrt. Er wandelte mit bleichen Wangen, niedergeſchlagenen Blicken und ſchwan⸗ kendem Gange daher wie ein Schatten. Clär⸗ chen hörte noch immer, wenn ſie Abends in ſe⸗ liger Erinnerung verſunken vom See zurück kam, die Töne ſeines Waldhorns; aber ſeit jenem Tage, an welchem ſie der Frau Muhme Zumu⸗ thung ſo heftig abgelehnt, bildeten die Klänge nicht mehr die Melodie ihres Lieblingslieds. In trauernden Moll⸗Weiſen ſchwammen ſie bebend durch die Abendluft, von Abend zu Abend wei⸗ cher, klagender und tiefer empfunden. Das goß dann wohl einen bittern Tropfen in den Wonne⸗ becher, der dem guten Clärchen von der er⸗ wachenden Liebe geboten wurde; allein Vorwürfe konnte ſie ſich deshalb nicht machen. Der Georg ſchien ihr ein recht wackerer Jüngling; lieben konnte ſie ihn nicht.
Die Frau Muhme kam noch einigemale, Morgens bei ungeſtörter Unterredung mit der Nichte, auf den Georg zurück, legte ihr des armen Menſchen irdiſches Glück ſehr an's Herz,


