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Stimmen des Lebens : drei Erzählungen / von Georg Döring
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wunderung darüber zugebracht: daß das, was ſie bei dem Georg für Grobheit gehalten habe, eigentlich Liebesblödigkeit geweſen ſey. Zugleich aber hatte ihr auch eine innere Stimme geſagt, daß ſie gegen den Fremden, welcher ſie am geſt⸗ rigen Abende ſo ſeltſam auf dem See über⸗ raſcht, wohl etwas von Georgs Grobheit in ſich tragen könne.

10.

Das ſchöne trauliche Verhältniß, welches doch im Ganzen in der Förſterwohnung ſtatt ge⸗ funden, war nun geſtört, und die nothwendigen Zuſammenkünfte der Hausgenoſſen erſchienen Allen drückend. Dem Förſter, weil Niemand ſeinen

Geſchichtchen von frevelhaften Wilddieben, ihren Liſten und Beſtrafungen, Gehör gab; der Frau Muhme, weil einer ihrer Lieblingswünſche ihr ſo plötzlich fehlgeſchlagen; dem Jäger Georg, wegen ſchweren Liebesgrams, und Clara, weil ſie ſich mit ihrem heitern und offenen Sinn in dieſe allſeitige Spannung nicht ſinden konnte.