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Stimmen des Lebens : drei Erzählungen / von Georg Döring
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gern herunter haben möchte; hutete ſich aber, ſie zu fragen und wollte ſie lieber von ſelbſt an⸗ kommen laſſen. Die Frau Muhme kam auch an; denn, nachdem ſie ſich einigemal bedeutungs⸗ voll geräuſpert, ſprach ſie gerade weg:

„Jetzt hab' ich's'raus, was dem Georg fehlt; warum der Burſche ſich nicht ſatt ißt, vom Fleiſche fällt, bei Tiſche daſitzt wie ein Block, und ſein Waldhorn nicht wie ehemals luſtig im Hauſe erklingen läßt!„

Die Frau Muhme machte eine Pauſe, um die Wirkung ihrer Rede abzuwarten. Die Jung⸗ frau Nichte aber hatte es nun auch'raus, doch etwas Anderes, wie die Frau Muhme: nämlich, daß Georg der Waldhorniſt vom geſtrigen Abende ſey. Darüber wunderte ſie ſich im Stil⸗ len. Sie hatte ihn bisher immer für einen Muſikfeind gehalten.

Da die Frau Muhme bemerkte, daß die Jungfrau Nichte keineswegs geneigt ſchien, ihrer Rede zum weiteren Fluß zu helfen, ſo hielt ſie es für das Beſte, von ſelbſt fortzufahren:

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