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Stimmen des Lebens : drei Erzählungen / von Georg Döring
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Ein ſehr herrlicher Vogel iſt doch die Nach⸗ tigall! Wer da ihren Geſang, der ſo recht aus der tiefſten Bruſt, eine ſehnſüchtige und innig empfundene Naturſtimme, hervorquillt, mit dem nichts ſagenden Lispeln einer Queerflöte ver⸗ gleichen will, der weiß beim Himmel nicht, was Muſik iſt! Clärchen kann auch ihre Aufmerk⸗ ſamkeit gar nicht abwenden von der lieben Wald⸗ ſängerin und, als nun deren Ton in weiter Ferne verhallt iſt und nur noch nachklingt in der Jungfrau gleichgeſtimmtem Gemüthe: da kann ſie ſich nicht enthalten, aus voller Bruſt und mit ganzer Seele ein freudiges und herzerheben⸗ des Lied anzuſtimmen, das gar herrlich und weithin durch den Wald klingt. Das Butter⸗ weib blickt ſie verwundert an, macht aber ſei⸗ nen Trab fort.

Noch tönt Clärchens Lied freudig und hell auf. Mit einemmale öffnet ſich der Wald und vor uns liegt, auf einem rund vom Dickigt eingeſchloſſenen Wieſengrunde, an einem gebir⸗ gigen Amphitheater die freundliche Förſterwoh⸗