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Stimmen des Lebens : drei Erzählungen / von Georg Döring
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ter dir? Immer höher ſteigen wir am Rande des Gebirgs in die Höhe. Links zu unſern Fuͤßen rauſcht der See. Sein glänzender Spie⸗ gel biegt ſich weit aus bis zu einem fernen Ufer, das wie Nebelgewölk vor dem unſichern Blicke ſchimmert. Nun birgt vortretendes Ge⸗ büſch plötzlich die Ausſicht auf den See und in die Ferne, Baum drängt ſich an Baum, Alles wird grün, ein ſmaragdnes Laubgewölbe legt ſich vor die blaue Himmelsdecke und in den grünwogenden Seitenwänden, wie in dem flü⸗ ſternden Wipfeldache, heißt uns ein allſtimmiges Trallariren der Vögel,» wie das die Frau Muhme verſprochen, willkommen.

Clärchen fühlt ſich gar wunderbar und anmuthig bewegt in dem grünen Heiligthume; ſo auch ich wette darauf Leſerin und Le⸗ ſer: von dem Erzähler weiß ich's ganz beſtimmt. Das Butterweib aber geht ohne ſonderliche Rührung durch des lieben Gottes Luſtgarten, im ungeſtörten Viervierteltakte immer fürbaß und denkt: es müſſe halt ſo ſeyn!