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Freikugeln : prosaische und poetische Schüsse in Erzählungen, Novellen und Gedichten / von Georg Döring
Entstehung
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Guido wollte den Fiſcher eben durch theure Verſicherungen beruhigen, als plötzlich von außen ſich flüchtige Schritte der Huͤtte näherten und ein dreimaliges ſchnelles Klopfen die Ankunft irgend einer Perſon anzeigte. Der Fiſcher ſchien die Art des Pochens zu kennen und öffnete ohne Weiteres die Thüre..

„Was bringſt du, Bube?“ fragte der Alte nicht ohne Spuren einer ängſtlichen Erwartung den unge⸗ fähr ſiebenzehnjährigen Fiſcherknaben, deſſen große Aehnlichkeit mit dem Huͤttenbewohner ihn ſogleich als den Sohn deſſelben zu erkennen gab. Trotzig blickte der Knabe auf die Fremden, als ſeyen dieſe ihm ein Hinderniß, ſeinen Bericht ungeſcheut auszuſpre⸗ chen. Der Fiſcher von Staffa aber rief ungeduldig:

„Will der Stockfiſch wohl reden! Hier lauern keine Verräͤther. Wen ich in meiner Hütte auf⸗ nehme, der meint es treu und redlich.“

Bei dieſen Worten warf er einen freundlichen Blick auf Guido, als wolle er ſich ſeiner Theil⸗ nahme und Willfährigkeit durch ſolches Vertrauen recht verſichern.

„Wir werden gleich noch mehr Beſuch erhalten“, entgegnete nun der Knabe;„vier Rothröcke ſind,