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Freikugeln : prosaische und poetische Schüsse in Erzählungen, Novellen und Gedichten / von Georg Döring
Entstehung
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machte zugleich den Bewohner der Hütte auf den hülfloſen Zuſtand ſeiner Begleiterin aufmerk⸗ ſam. Schnell ſchloß ſich das Fenſter. Die Thure that ſich auf und der Fiſcher von Staffa, un⸗ verkennbare Gutmüthigkeit und Theilnahme an der ohnmächtigen Jungfrau im Antlitze, fuͤhrte ſeine beiden Gäſte in das kleine wohl erwärmte Gemach.

Hier erlangte Minona nach und nach, durch Guido's und des hülfreichen Fiſchers Sorglichkeit, ihre Beſinnung wieder. Sie konnte ſich gar nicht finden in die Umgebungen, welche ſie erblickte; es war ihr, als habe ſie einen langen ſüßen Traum ge⸗ träumt und nur mit großer Mühe vermochte ſie end⸗ lich den Augenblick in ihr Gedächtniß zuruͤck zu rufen, in welchem eine grauſame Welle ſie von ihrem Oheim und der geliebten Hannah getrennt. Weiter aber konnte ihre Erinnerung ſie nicht führen. Sie behauptete dagegen, beſtimmt geſehen zu haben, wie Mac O Naugh mit ſeiner Tochter und dem Schiffs⸗ hauptmanne glücklich ans Land gekommen ſey, wäh⸗ rend ſie im Wirbel der Wogen ſich plötzlich von der Hand Guido's ergriffen gefühlt hatte. Guido hütete ſich wohl, ihren ſüßen Wahn zu vernichten, doch that es ihm zugleich wehe, dieſem auch die gegen⸗