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Freikugeln : prosaische und poetische Schüsse in Erzählungen, Novellen und Gedichten / von Georg Döring
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zarten Gründen geltend zu machen, und ihre völlige Billigung an den Tag zu legen. Marie war über⸗ raſcht und voll Furcht. Sie konnte nicht antworten. Sie fühlte ſich in der Gewalt der Frau Sowerby, deren Charakter äußerſt heftig und herrſchſuͤchtig war. Sie verſchloß demnach ihren Widerwillen in ihr Inneres bis zu dem Augenblicke, wo Collin⸗ ſon ſelbſt ſeinen Antrag wiederholte.„Nein, nein!“ rief da das geängſtete Mädchen mit aller Gewalt und Anſtrengung, deren ſie fähig war:„ich bin Ihnen dankbar, daß Sie ſich einer unglücklichen Waiſe annehmen, aber nimmer, nimmer kann ich in Ihr Begehren willigen!“

„Warum nicht?“ entgegnete Collinſon:„Du biſt noch ſehr jung, Du haſt immer entfernt von der Welt gelebt. Kein anderer kann ſchon die Nei⸗ gung Deines Herzens gewonnen haben!“

Mit der treueſten Unſchuld in Stimme und Ge⸗ behrde verſicherte Marie, daß ihr außer Herrn Col⸗ linſon kein anderer Mann bekannt ſey. Dieſe offene Erklärung hatte die uͤble Folge, den Geiſtlichen in ſeinem Entſchluſſe zu befeſtigen. Frau Sowerby wurde die hartnäckigſte Vertheidigerin ſeines Willens und ſeiner Anſprüche. Von dieſem Augenblicke an

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