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Dieſe Furcht ſtieg zu einem hohen Grade, wenn
die Kranke zugleich Mariens Unſchuld und Schönheit
in Betracht zog.— Frau Sowerby war die Ver⸗
traute dieſes Kummers geworden. Sie fühlte ſich der Mutter und Tochter gleich herzlich geneigt und ſann Tag und Nacht darauf, der letzten ein gluͤckliches Loos für die Zukunft zu bereiten. Aus dieſem Grunde freuete ſie ſich innig uͤber die Neigung, welche, wie ſie bald bemerkte, Herr Collinſon zu den beiden Unglücklichen empfand.
Frau Cecil wurde von Tage zu Tage ſchwächer. Der gefürchtete Moment trat ein. Sie, ſtarb; doch hatte ſie vor ihrem Ende auch die Beruhigung, in
Herrn Collinſon den Führer und Freund ihrer Toch⸗
ter zu ſehen, welche auf der weiten Erde ſonſt kei⸗ nen hülfreichen Bekannten oder Verwandten hatte. Es kam dem redlichen Pfarrer nicht in den Sinn, daß er, mit ſeinen fuͤnf und vierzig Jahren und der bisher geübten ſtrengen Selbſtverſagung, in der
Nähe eines reizenden Mädchens von ſechszehn Jah⸗
ren, einer andern Empfindung, als der einer theil⸗ nehmenden und dienſtwilligen Freundſchaft ausgeſetzt ſeyn könnte. Als ihm aber das veränderte Innere ſeines Herzens klar wurde, konnte er nicht unterlaſſen,


