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Freikugeln : prosaische und poetische Schüsse in Erzählungen, Novellen und Gedichten / von Georg Döring
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zauberiſche Meſſer, das er in der Betäubung mit⸗ genommen, und warf es weit von ſich in einen Winkel des Gemachs.

VII.

Mit der Morgenröthe ließ Eugenio den Reiſe⸗ wagen vorfahren; nichts konnte ihn mehr zurückhal⸗ ten. Auch über ſeinen Geiſt hatte ſich die Macht furchtbarer Ahnungen gelagert und trieb ihn hin zu der geliebten Braut, die er von irgend einem ſchreck⸗ lichen, ihm dunkeln Unheil, betroffen wähnte.

Die Fahrt war ihm zu langſam; ſchon auf der nächſten Station nahm er Courirpferde. Wie gerne wär' er mit der Eile des Sturmwindes geflo⸗ gen! Der Jäger des Marcheſe Circhelle eilte an ihm vorüber, und erkannte den wüthend daher ſprengenden Jüngling nicht, deſſen Haare ein Spiel des Windes waren, deſſen ganze Geſtalt ein Bild der Verzweiflung abgab.

Nachmittags langte er auf dem Gute des Mar⸗ cheſe an. Weder Florentine trat ihm entgegen, noch der Vater. Er ſtürmte die Treppe hinauf, durch die Gänge: Alles ſtill, wie im Grabe! End⸗ lich begegnete er einer weinenden Zofe.

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