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Hier war der Tempel, in welchem Eugenio zum erſten Male der angebeteten Jung frau durch ein ſeltſames Ereigniß nahe gekommen. Schon ſeit lange hatte der Jüngling die reizende Floren⸗ tine mit liebenden Blicken geſchaut, und heftete ſei⸗ nen Schritt an ihre Ferſen; allein noch hatte er nicht gewagt, die im Stillen glühende Flamme zu offenbaren. Nun war die Zeit des Karnevals ge⸗ kommen. Zum Geburtstage des Monarchen wurde am Hofe ein glänzender Maskenball veranſtaltet und der geſammte Adel der Hauptſtadt eingeladen.
Eugenio erſchien in dem Coſtüm eines Ritters vom heiligen Grabe, und war in der anſchließenden Tracht, die ſich den jngendlich kräftigen Formen ſo gemäß hingab, recht männlich anzuſehen. Sein liebendes Gemüth diente ihm zur Wünſchelruthe, die ihm bald in einer jungen Schäferin den geweih⸗ ten Schatz ſeines Herzens kennen lehrte. Von die⸗ ſem Augenblicke an war der Jüngling wie feſt ge⸗ bannt in die Naͤhe des ätheriſch hinſchwebenden Mädchens. Es trieb ihn mit unwiderſtehlicher Ge⸗ walt, ſie anzureden, ſich ihr zu offenbaren und dann entweder in dem ſüßen Worte ihrer Milde Selig⸗ keit zu trinken, oder unterzugehen beim ſtrengen
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