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zielten Gewächſe beider Zonen hinweg gleitete, um ſich an dem Fenſter, wo Röschen ſaß, wie die Mücke in der Dionala muscipula, der Venusflie⸗ genfalle, zu verfangen. Um ſich nun den oft üͤber⸗ läſtigen Beſuch vom Halſe zu ſchaffen, und die Her⸗ ren, welche ſeine edle Kunſt zum Deckmantel ihrer Lüſternheit gemacht, zu beſtrafen, verpflanzte der Hofgärtner die liebliche Nichte an ein andres Fen⸗ ſter, das die Ausſicht in den Hof hatte; und dem Erſten, der nun über den Piſang hinaus nach dem holden Röschen ſich umſchaute, grinſte das häßliche, mit Rubinen der erſten Röthe hinreichend beſetzte Antlitz der alten Haus haͤlterin Gertrud, welche ihr Spinnrad jetzt an dem Fenſter betrieb, höchſt ab⸗ ſchreckend entgegen. Da verſchwanden mit einem⸗ male die Freunde der ſchönen Pflanzenwelt und der alte Heimbrand lachte ins Fäuſtchen über die wohl⸗ gelungene Liſt, welche ihm die ungebetenen Gaͤſte und dem unſchuldigen Röschen die Verſucher mit Brille und ohne Brille vor den Augen weggebracht hatte.
Röschen war die Tochter von des Hofgärtners jüngerm Bruder. Die Mutter des Maͤdchens ver⸗ hauchte ihr Leben, als ſie dem Kinde das ſeinige gab,


