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Alpenblumen : drei schweizerische Erzählungen / von Georg Döring
Entstehung
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gewahrte Werni ploͤtzlich gerade in der Rich⸗ tung, nach welcher ſie ſchritten, eine dunkel emporſtarrende Bergmaſſe, einer ungeheuern ſchwarzen Felswand aͤhnlich, welche er ſich nicht erinnern konnte, jemals in dieſer Gegend bemerkt zu haben, obgleich ihn die Gemsjagd wohl ſchon zum Oeftern hierhergefuͤhrt. Die Eil der Wanderung ließ dem Juͤnglinge keine Zeit zu fragen. Je naͤher die beiden Walliſer der maͤchtigen Felsmauer kamen, deſto ſelt⸗ ſamere Geſtalten bildeten die abgeriſſenen Gipfel des ſchwarzen Gebirgs gegen den Himmel, an dem jetzt auch manches blinkende Sternlein erſchien. Jene Auszackungen des dunkeln Berges glichen bald emporſpringenden Drachen, wie dieſe dem Werni in alten Sagen des Landes geſchildert worden waren, bald andern ſeltſam geſtalteten Ungeheuern oder auch wohl Truͤmmern alter Burgen und verfallener Staͤdte. Als der ſchwarze Herli mit ſeinem Gefaͤhr⸗ ten den Fuß des wuͤſten Gebirgs erreicht hatte, trat gerade die ſtrahlende Scheibe des