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Alpenblumen : drei schweizerische Erzählungen / von Georg Döring
Entstehung
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„Wie waͤre es, wenn wir noch umkehr⸗ ten? Marie mag daheim wohl voller Sehn⸗ ſucht und Sorge meiner harren!“

„Thor!“ entgegnete Herli, indem er zaͤhneknirſchend ſeine Hand nach dem Schmet⸗ terlinge ausſtreckte und dieſen zerdruͤckte.„So nahe dem Ziele kann eine kindiſche Erinnerung dir den Muth rauben?“

Bei dieſer Rede riß er den ſtillſtehenden Juͤng⸗ ling weiter mit ſich fort. In der Seele Wer⸗ ni's erloſch das Gedaͤchtniß der ſehnſuͤchtig harrenden Braut und alle Luſt nach den Schaͤtzen der Kriſtallkoͤnigin erwachte auf's Neue. Ohne Raſt und von wildem, unklarem Drange gepeitſcht, ſtuͤrmte er mit ſeinem Gefaͤhrten immer weiter fort, deſſen Kraͤfte von Augenblick zu Augenblick zuzunehmen ſchienen, deſſen Schritte immer rieſiger wurden, ſo daß Werni, mehr von ihm getragen als durch eigene Anſtrengung vorwaͤrts kam.

Das Grauen der abendlichen Daͤmme⸗ rung ſtieg aus den Thaͤlern herauf. Da