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Alpenblumen : drei schweizerische Erzählungen / von Georg Döring
Entstehung
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ſicher leitete: vor ſeinem geiſtigen Blicke lagen ſchon die ſtrahlenden Schaͤtze ausgebreitet, welche ihm in wenigen Stunden beſchieden ſeyn wuͤrden.

Die beiden Walliſer waren, ohne ein Wort mit einander zu wechſeln, ſchon weit voorgedrungen in die eiſige Einoͤde, als die Sonne anſfing, ſich zu dem Gipfel der hohen Jungfrau zu neigen. Es war ein großer Anblick, wie hier die Natur ihre Ver⸗ klaͤrung feierte; aber die Wanderer, von boͤſen und thoͤrigten Geluͤſten befangen, achteten nicht darauf. Ein verirrter Schmetterling, erſchoͤpft von dem kuͤhnen Fluge in dieſe Gegenden, die ihm weder Nahrung noch Luſt boten, ließ ſich auf Werni's Arm nieder. Die Erſchei⸗ nung dieſes Gefaͤhrten ſeines taͤglichen Lebens machte einen ſeltſamen Eindruck auf den Juͤng⸗ ling. Er fuhr wie aus einem tiefen Traume empor und ſagte zu dem raſtlos fortſchreiten⸗ den Herli: