— 39—
bei dieſer Erklärung. Seppi wideeſſetzte ſich anfangs durchaus den Zumuthungen Swen⸗ di's, als er aber in das leuchtende Auge der Geliebten ſah und in dieſem eine Aufforderung, dem Anſinnen Folge zu leiſten, zu erkennen glaubte, ſo willigte er ein und folgte mit Aenneli dem voranſchreitenden Swendi in das Innere der Wohnung. Der Meier, der ſo eben, bei dem duͤſtern Scheine der von der niedern Decke herabhaͤn⸗ genden Lampe, ſich in einem alten Chronik⸗
buche des Landes an den Heldenthaten der
Altvordern— dem kuͤhnen Muthe Wilhelm Tells, der Theilnahme des Urner'ſchen Volkes an den Schlachttagen bei Mo rgarten und Sempach, ſeinem in den Kriegen mit Mailand erworbenen Waffenruhm— ergoͤtzt hatte, ſchritt dem ſchon ſeit Stunden erwar⸗ teten und endlich eintretenden Swendi mit treuherzigem Gruße entgegen. Er konnte aber kaum ſeine Verwunderung bergen, als er hinter
dem kraͤftigen Eidam, an Aenneli's Seite,


