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Alpenblumen : drei schweizerische Erzählungen / von Georg Döring
Entstehung
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Erſchrocken zog Aenneli bei dem An⸗ blicke Swendis ihre Haͤnde zuruͤck. Dieſer aber bot ihr, als ſey nichts geſchehen, mit Freundlichkeit einen guten Abend. Aenneli befand ſich in großer Verlegenheit. Sie ver⸗ mochte kaum eine Bewillkommung zu ſtam⸗ meln. Zwiſchen beiden Maͤnnern ging ſie lang⸗ ſam ihrem Hauſe wieder zu. Seppi hatte wenig Luſt, ſeinem Nebenbuhler zu weichen; er blieb in trotziger Haltung an Aenneli's Seite. In Swendi's Seele hatte ſich ein Kampf widerſprechender Empfindungen erhoben; noch ward von keinem beſtimmten Entſchluſſe der Sieg gewonnen. Als jedoch am Eingange von des alten Meiers Hauſe Seppi die Nothwen⸗

digkeit ſich zu entfernen einſah und mit weni⸗

gen Worten Abſchied nehmen wollte; da behaup⸗ tete Swendi mit großem Eifer: ſein Lebens⸗ retter duͤrfe an keinem andern Orte die Nacht zubringen, als in ſeiner Naͤhe und in dem Hauſe, in welchem er bereits das Recht eines Sohnes genieße. Aenneli lauſchte hoch auf

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