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Alpenblumen : drei schweizerische Erzählungen / von Georg Döring
Entstehung
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„Was rufſt du doch deinen Feind zuruͤck in's Leben? Er iſt die Scheidewand zwiſchen dir und der Geliebten. Laß ihn liegen! Gehe weiter und— werde gluͤcklich.“

Aber mit einemmale ſtand die Erinnerung der am heutigen Morgen von ihm ſelbſt uͤber⸗ ſtandenen Gefahr und der wunderbaren Huͤlfe, ein geringes Thier, vor ſeiner Seele. ss hatte die Vorſehung an ihm gethan und ſollte nun einen ſeiner Mitmenſchen bei⸗ ſtandslos umkommen laſſen? Nimmermehr! Des Juͤnglings reiner Sinn, der nun in ſei⸗ er ganzen Macht erwacht war, beſiegte die Verſuchung der Hoͤlle. Pflock war bereits

nit großer Anſtrengung um den Erſtarrten beſchaͤftigt. Er leckte ihm Geſicht und Haͤnde und hatte dabei ſchon mehreremale klug und aus⸗ drucksvoll zu ſeinem Herrn emporgeblickt, als erwarte er auch von dieſer Seite eine huͤlf⸗ reiche Bemuͤhung. „Swendi war in der That dem Tode naͤher, als dem Leben. Der Gang des Pul⸗