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Alpenblumen : drei schweizerische Erzählungen / von Georg Döring
Entstehung
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ſes war kaum mehr zu gewahren, das Herz ſchlug nur noch in langſamen, matten Regun⸗ gen. Zum Gluͤck hatte Sepppi's vorſorg⸗ liche Mutter den Juͤngling mit einer anſehn⸗ lichen Flaſche Chruͤſiwaſſer verſehen. Mit dieſer geiſtigen Fluͤſſigkeit rieb Seppi jetzt emſig Schlaͤfe und Herzgrube des Bewuſtloſen, waͤhrend Pflock ſtandhaft in ſeinen Huͤlfs⸗ leiſtungen fortfuhr. Als endlich Seppi, nach halbſtuͤndiger Anſtrengung, ein regeres Leben in den Pulſen Swendi's bemerkte, floſte er ihm vorſichtig einige Tropfen Chruͤſi⸗ waſſer ein. Dann fuhr er aufs Neue in den Reibungen fort. Endlich ſah er ſeine Bemuͤ⸗

hungen durch einen guͤnſtigen Erfolg gekront; 4 Swendi ſchlug die Augen auf. Bald konnte

dieſer auch mit matter Zunge einen Dank ſtammeln; aber noch vermochte er nicht ſich

zu erheben. Pflock ſprang nun wiederluſtig um⸗

her und bellte geſellig zu dem Saumthiere hinauf. Da waͤlzte ploͤtzlich ein furchtbarer Don⸗ ner ſich die enge Gebirgsſchlucht herab.