Teil eines Werkes 
4. Th. (1833)
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erhalten hatte. Er erkannte ſie, er nahm ſie auf und ließ ſeine Finger ein bewußtloſes Spiel damit treiben, während er ſich bemühete, den Bericht ſei⸗ ner Mutter von Cäciliens Krankheit und Ende aufzufaſſen. Jener Ohnmacht, die ſie bei der An⸗ kunft im Schloſſe befallen, war eine tiefe Erſchö⸗ pfung gefolgt. Der Arzt, welchen man ſogleich herbeirief, erklärte, daß hier eine bei dieſer Jugend hoͤchſt räthſelhafte Erſchlaffung aller Lebenskräfte ſtatt finde und daß er ſehr fürchte, dieſe werde eine baldige Auflöſung herbeiführen. Helene und Ga⸗ briele ließen es ſich nicht nehmen, die immer ſchwächer werdende Kranke zu verpflegen. Am Abende, der dem Tage ihres Todes voranging, hatte ſie füa die bevorſtehende Nacht die Geſellſchaft der Frau von Nordeck verlangt. Der Tante entdeckte ſie nun ihr Verhältniß zu Edmund, ſie ſchrieb noch mit matter Hand einige Zeilen an dieſen und übergab das Geſchriebene dann an Frau von Nordeck mit der ängſtlich ausgeſprochenen Bitte, dieſe Schrift ja ungeleſen und ohne daß ſonſt jemand es er⸗ führe, Edmunden einzuhändigen. Am nächſten Morgen war ſie ſanft und ruhig entſchlafen.

Der junge Mann nahm das Papier, das die Mutter ihm bot, mit Haſt an ſich. Eine zitternde

Hand hatte dieſe Zeilen geſchrieben, das Bleiſtift ſie

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