hatte er ſchon dor vlelen Wochen geſchrieben. Daß er bis jetzt keine Antwort erhalten, beunruhigte ihn ſehr. Immer tönten in ſeinem Gedächtniſſe Cä⸗ ciliens letzte Worte:„in Frankreich ſehen wir uns wieder!“ Wo konnte das anders ſeyn, als in Landrecy, auf dem Gute des Oheims? Welche Folgerungen knüpften ſich nicht an dieſen Gedan⸗ ken? Helene konnte geneſen, konnte mit Frau von Nordeck und ihrer Tochter ſich ſchon zu dem Gemahle begeben haben und dort lebte nun ſchon ein Kreis ihm eng verwandter Menſchen, in dem auch er Glück und Ruhe finden würde! Er be⸗ ſchloß, die Muße, die man ihm gewährte, zu einem ſchleunigen Beſuche bei dem Oheim zu benutzen. Dieſer Entſchluß ſchon führte eine größere Zufrie⸗ denheit, eine heitere Anſchauung des Lebens in ſeine Seele zurück. Dietrich war froh, ihn irgend et⸗ was wieder mit der alten Frohſinnigkeit ergreifen zu ſehen. Während die Anſtalten zur ſchnellen Ab⸗ reiſe getroffen wurden, ließ auch Edmund wie⸗ der mit ſich ſcherzen und machte noch bei'm Ab⸗ ſchlede dem Freunde das Geſtändniß, daß er mit Cäcilten ſchon ſo gut wie einig ſey, und ſie als ſeine Braut anſehen könne.
Der unglückliche Bräutigam! Als er nach Ver⸗ lauf einer angeſtrengten Tagereiſe auf Schloß Lan⸗ IV. 18


