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ſürmt, ihr Herz klopfte in unregelmäßigen ſchmerzhaf⸗ ten Schlägen, trübe, verdunkelnde Nebel nahmen ihren Kopf ein; allein mit der letzten Anſtrengung aller Kräfte blieb ſie dem am heutigen Morgen ge⸗ faßten Vorſatze treu, ſich ſtark zu erhalten, ihren Schwäͤchen zu trotzen, ſo lange die Natur es vergönnte.
Da zeigten ſich im Glanze der Abendſonne die Zinnen des väter hen Schloſſes. Helene ſchrie laut auf vor Freude. Von einem Schauer durch⸗ zuckt bebte Cäcilia zuſammen, die Fiebergluth auf ihrer Wange wich einer Todtenbläſſe. Frau von Nordeck beobachtete nur die Schweſter, nicht die Nichte. Der entſcheidende Augenblick, der das Werk ganz gelingen machen oder es zertrum⸗ mern mußte, war gekommen. Während der Wagen die kleine Anhöhe, auf welcher das Schloß lag, hin⸗ anfuhr, wurde Helene ruhiger, ſtill und nach⸗ denklich. Bis jetzt hatten ihre Züge eine exaltirte Freude ausgeſprochen, nun zeigte ſich in ihnen eine Rührung und Wehmuth, welche den Umſtänden weit angemeſſener waren. Cäcilia ſah mit ſtar⸗ ren Blicken auf die Mutter. Niemand bemerkte, daß dieſen Blicken faſt aller Ausdruck, alles Le⸗ ben fehlte..
Jetzt fuhr der Wagen in den Schloßhof, die Dienerſchaft eilte herbei, Graf Landrech und Ga⸗


