Teil eines Werkes 
4. Th. (1833)
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furcht, wie man ſie nur denen zollt, von welchen man erkannt hat, daß ſie durch ihre Geſinnungen ſich weit über das Gewöhnliche erheben. Noch im Mo⸗ mente der Abreiſe küßte er ihr vorzugsweiſe mit Ehrerbietung die Hand und wünſchte ihr in einem Tone tiefer Rührung alles Glück, das ſie verdiene.

Die Reiſe wurde durch das heiterſte Wetter be⸗ günſtigt. Allenthalben traten die freundlichen Spu⸗ ren des beginnenden Frühlings hervor. Helene war heiter, fröhlich und kräftig. Man hatte abſicht⸗ lich denſelben Weg gewählt, den ſie auf ihrer Flucht genommen hatte. Sie fing an, ſich der Umgebun⸗ gen zu erinnern, ſie zu erkennen. Sie begann zu⸗ ſammenhängender zu ſprechen. Oft fehlten ihr noch die Worte, aber Cäcilia wußte immer die zu treffen, die ihre Rede ergänzen konnten. Sie ſprach von den Tagen, wo ſie mit dem verſtorbenen Nordeck zuſammengereiſ't war, von ſeiner Ver⸗ wundung, von ſeinem Tode. Manches Ungehörige miſchte ſich noch in ihre Erzählung. Sie ſelbſt aber ſchien es zu empfinden und grollte dann mit ſich darüber. Cäcilia konnte auf der Reiſe die An⸗ wandlungen von Schwäche, denen ſie unterworfen war, weniger verbergen, als früher in dem ruhigen Hausleben, wo jeder ſeinem Geſchäfte nachging. Mehreremale im Laufe des Tages befielen ſie Ohn⸗