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nicht ſprechen, nur durch Winke jenem Manne an⸗ deuten, daß der Inhalt des Schmuckkäſtchens dem Kinde gehöre. Dann voerfiel ſie in den gräßlichen Starrkrampf. Sie gewahrte Alles, was um ſie vorging, aber ſie konnte ſich nicht bewegen, nicht reden, ihre Pulſe ſtockten, ihr Odem ſtand ſtill. Der Fiſcher hatte indeſſen das Käſtchen geöffnet und ſeine Blicke weilten gierig auf dem glänzenden Inhalte. Sie ſah, wie der gute und böſe Geiſt in ihm kämpften, ſie hörte, wie er zu ſich ſelbſt ſagte: Martin, du kannſt ein reicher Mann wer⸗ den: verſäume die Gelegenheit nicht! Er verließ die Hütte und kam erſt nach geraumer Zeit zurück. Deine arme Schweſter lag noch immer im Zuſtande des Scheintodes. Der Mann ſchien jetzt entſchloſ⸗ ſen. Er belaſtet ſich mit der Erſtarrten und trug ſie zum hohen Ufer des Rheins. Sie ahnete ſein Vorhaben, ſie wollte ſchreien, ſich bewegen: ſie konnte nicht. Er ſelbſt ſchien in der heftigſten Unruhe. Haſtig und nur oberflächlich ſchlang er einen Strick um einen Stein am Ufer und um die Regungsloſe. Dann ſchob er ſie vom Rande hinab in die Wellen und eilte mit den flüchtigen Schritten eines Ver⸗ brechers hinweg. Die Unglückliche berührte das Waſſer, aber der Stein blieb oben, denn das böſe Gewiſſen, das ſich in dem Manne geregt, hatte ihn


