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ſah bei'm Schimmer der Nachtlampe in ein ſchönes Frauenantlitz, das mit einem Lächeln der Verklä⸗ rung auf ſie herabblickte. Helenens Lager war leer.
„Mutter, meine Mutter!“ rief ſie, indem ſie aufſprang und einen Nachtmantel umwarf.„Du ſiehſt mich, du erkennſt dein Kind?“
„Ja, Cäcilia,“ antwortete mit melodiſcher Stimme die Nachtwandlerin, die ſich ganz ange⸗ kleidet hatte,„ich ſehe und liebe dich! Aber nenne mich nicht bei Namen, ſonſt muß ich vor der Zeit in meine alte Nacht zurückkehren. Ich ſehe Euch dann freilich auch, dich, die Schweſter und Ed⸗ mund, ich höre, was ihr ſprecht, ich nehme wahr, wie ihr mich liebt, aber der Geiſt iſt dann in's Innere zurückgezogen, er kann das Außere in ſich aufnehmen, aber nicht ſelbſt nach Außen thätig ſeyn. Rufe ſie, Cäcilia: Edmund und die Schweſter! Warne auch ſie, daß ſie nicht meinen Namen nennen. Ich habe ihnen Vieles, Vieles zu ſagen.“
Edmund und ſeine Mutter kamen ſogleich herbei. Sie waren auf eine ſolche nächtliche Stö⸗ rung bereitet geweſen. Ihnen folgte der Arzt, der ſtill und beobachtend ſeine Stelle im dämmernden Hintergrunde des Zimmers nahm. Frau von Nor⸗


