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ihn richtete, eine liebevolle Erwiederung ſeiner Nei⸗ gung zu erkennen glaubte, gingen zu flüchtig vor⸗ über, als daß ſie dem Herzen des leidenſchaftlichen jungen Mannes hätten genügen können. Er be⸗ neidete die unglückliche Helene um der treuen Pflege willen, welche die Tochter ihr widmete, er wünſchte ſich die Tage der Krankheit zurück, in denen Cäcilia ihn nicht verlaſſen hatte. Und den⸗ noch ſtieg das geliebte Mädchen, wenn er die Feſtig⸗ keit, die unwandelbare Beſtändigkeit erwog, mit der ſie, Alles andere ihr aufopfernd, bei der unglück⸗ lichen Mutter, die ihr durchaus keinen Erſatz geben konnte, ausharrte, immer mehr in ſeiner Neigung. Er liebte ſie inniger, indem er ſie höher achten lernte.
Indeſſen hatte niemand ſo genau, wie der Arzt, auf den Eintritt des Vollmonds geachtet. Schon zwei Tage vorher ließ er ſich in der Nähe des Krankenzimmers ein Lager aufſchlagen, wo er die Nächte zubrachte. Man war auf das Auſſerſte ge⸗ ſpannt, eine Szene zu erleben, die ſo viele und
große Aufſchlüſſe geben konnte. Vergebens bemü⸗
hete ſich Cäcilia, in der Nacht wach zu bleiben, der Zuſtand auſſerordentlicher Erſchöpfung, in dem ſie ſich jeden Abend befand, gab dieſes nicht zu. Da wurde ſie eines Nachts durch zärtliche Küſſe auf Mund und Wange geweckt. Sie fuhr auf und


