Teil eines Werkes 
4. Th. (1833)
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Caſſia geweſen, um Sammet zum Hochzeitskleide einzukaufen, habe ich keine Ruhe mehr im Herzen. Damals ſah dich Stephanulo Colonna, des mächtigen alten Baronen Sohn, und was ich in ſeinem Blicke las, das drohete Verderben meiner Liebe und meinen Hoffnungen. Sprich, Gianetta, hat er nicht verſucht, ſich dir zu nähern? Hat er nicht Diener abgeſchickt, dir Briefchen oder Ge⸗ ſchenke zuzuſenden?

Du ſiehſt Geſpenſter! antwortete lachend Gia⸗ netta, indem ſie ſich losmachte.Der Herr Ste⸗ phanulo hat ein ſo unbedeutendes Mädchen gewiß nicht beachtet und weiß ſeine Geſchenke höher an⸗ zubringen, als an die Tochter eines Barbiers und Weinſchenken.

Will denn meine Noſe gar nicht kommen? rief jetzt nochmals wild der Alte.Soll der Vater am heutigen Freudentage vor Müheſeligkeit und Strapaze das Zeitliche geſegnen, ehe noch die wahre und wirkliche Freude eingetreten? Heiliger Petrus, gib dem Mädchen Kraft und Kindesliebe, daß es den Vater nicht ſchnöde erlahmen und in Schwäche fallen läßt!

Dieſer Nuf war zu dringend, als daß Gianetta noch länger durch die Gegenwart des Geliebten zu⸗ rückgehalten werden konnte, ihm zu folgen. Sie