— 25—
Luclo, den nichts in ſeinem ernſten Nachdenken ſtören konnte, fort.„Sein Ehrgeiz kennt keine Schranke, und das Feuer, das in ihm glimmt, wird zu ſei⸗ nem und unſerm Unheile täglich mehr von deiner Schweſter Caſſia angeſchürt.“
„Caſſia iſt ſtolz und eitel, wie er,“ ſagte Gia⸗ netta:„aber laß ſie nur erſt Mann und Frau ſeyn, ſo kommen die Sorgen des Haushalts und werden den Stolz ſchon in Demuth, die Eitelkeit in Be⸗ ſcheidenheit verwandeln. Das hat mir der Pater Anſelmo in der Beichte geſagt. Und nun fröhlich, beſter Lucio! Bedenk, daß heute Abend„Hochzeit iſt, wenn auch Rienzi's und Caſſia's, erinnere dich, daß mein Vater nur fröhliche Geſichter leiden mag und daß dir, wenn du mich wahrhaft liebſt, die Neigung meines Vaters viel werth ſeyn muß.“
„Gianetta, Gianetta!“ rief in dieſem Augen⸗ blicke die Stimme des alten Janno aus dem Hauſe. „Wo bleibſt du, Röschen von Genzano? Soll dein alter Vater die Füße ſich ablaufen, um den Durſt aller derer zu ſtillen, die über den luſtigen Cola ſich heiſer gelacht?“
Gianetta wollte fort, Lucio aber hielt ſie zuruͤck.
„Noch Eins, Herzensmädchen!“ ſagte er beſorgt und angelegentlich.„Seit du neulich im Laden meines Vaters Sergiani mit deiner Schweſter


