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Zügen eines neben ihr in der Rebenlaube ſitzenden jungen Mannes lebendig hervortrat. Seine Hand gab ſich, nachdem ſie geendigt hatte, nachläſſig der ihrigen hin, er bemühete ſich durch den Verdruß, der ſein Angeſicht verdüſterte, ihr zuzulächeln, aber es wollte nicht recht gelingen und indem ſie das dunkle Haar aus ſeiner gerunzelten Stirn ſtrich, ſagte ſie:
„Höre einmal, Lucio, ich muß ein ernſtes Wort mit dir ſprechen! Schon ſeit einer Stunde, ſeit das Getöſe zu uns herüberſchallt von der Straße, habe ich etwa höchſtens zwölf Worte von dir ver⸗ nommen, bei denen du, wie man recht wohl mer⸗
ken konnte, nicht einmal etwas dachteſt.„Ja, beſte
Gianetta!— So, liebſtes Kind!— Meinſt du?“ — Das war Alles, was du mir zerſtreut hinwarfſt, wenn ich dich noch ſo freundlich anredete, wenn ich von den wichtigſten Dingen, von unſrer Zukunft, von des Vaters Zögern mit einer beſtimmten Ent⸗ ſcheidung, von Allem, was wir dann zur Hochzeit einzukaufen hätten, mit dir ſprach. Du warſt nicht hier, du warſt draußen vor dem Hauſe mit deinen Gedanken. Was gehn dich die Poſſen an, die der tolle Cola dort vor den Fiſchhändlern und Markt⸗ weibern treibt? Laß ihn den Narren ſpielen vor den Leuten, laß ihn auslachen und ausſpotten, wenn


