Teil eines Werkes 
4. Th. (1833)
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nicht das Herz zerreißt, wer kann gleichgültig auf die verlaſſene Vaterſtadt ſehen? Dort im Winkel iſt noch eine Frau. Sie hat das Antlitz einer Hei⸗ ligen und trägt weiße Kleidung. Das iſt der chriſt⸗ liche Glaube und er jammert:Allmächtiger Va⸗ ter, mein Herr und mein Führer, wo ſoll ich blei⸗ ben, wenn Rom untergeht? Und Ihr ſeyd Chri⸗ ſten und der Jammer des Glaubens rührt Euch nicht, und Ihr ſehd Römer und ſeht die alte Herr⸗ lichkeit und erkennt nicht, was Ihr waret und was Ihr ſeyn ſolltet?

Er ſchwieg und verhüllte, gleich als überwäl⸗ tige ihn ſein Gefühl, das Antlitz in ſeinen Mantel. Unter dem Volke entſtand ein Gemurmel der Theil⸗ nahme und des Unwillens; viele Stimmen aber wur⸗ den auch laut, die mit Hohnlachen den Rienzi einen Wahnwitzigen nannten, die da meinten, ſeine Spie⸗ lereien ſeyen recht ergötzlich, nur müſſe man ſie nicht anders, als die Träumereien eines Narren be⸗ trachten. Der Dünkel ſey ihm zu Kopfe geſtiegen, ſeit er mit der Geſandtſchaft am päbſtlichen Hofe in Avignon geweſen und es ſpuke in ſeinem Gehirn von Veränderungen, die in der Wirklichkeit gar nicht möglich ſehen. Die Barone ließen ihn auch nur deshalb gewähren, weil ſie von der Unſchäd⸗ lichkeit des Narren überzeugt ſeyen, weil auch ſie