Teil eines Werkes 
4. Th. (1833)
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Luft und reichte nach dem Portale hin, allein ſie ward in einem Augenblicke von zwanzig Händen ergriffen und in Stücke zerbrochen. Man erkannte denjenigen, der dieſen Angriff auf den Alten un⸗ ternommen, an ſeiner Kleidung, für einen Diener des Hauſes Colonna. Tauſend Verwünſchungen ſtrömten von den Lippen der Fiſchweiber gegen ihn aus, während die Männer durch drohende Worte und Bewegungen ihn nöthigten, ſein Heil in der Flucht zu ſuchen.

Erſt nach einiger Zeit, während Cola Rienzi immer in ſeiner Stellung eines Verzückten verharrte, ſtellte ſich die Ruhe wieder her. Jetzt bewegte er ſich; jetzt ließ er die Arme ſinken, jetzt trat er vor an den Rand des Balcons, doch ſo, daß durch ſeine Geſtalt nichts von dem Bilde bedeckt wurde.

SStill! Still! rief die heiſere Stimme Mat⸗ theo's von dem Portale herab.Er wird ſpre⸗ chen. Laßt kein Wort verloren gehn! Bewahret Al⸗ les wohl, denkt darüber nach und betet zu den lie⸗ ben Heiligen um Rettung und Beiſtand!

Ich muß ſprechen; hob jetzt mit einer ſtar⸗ ken, wohltönenden Stimme Rienzi an,denn die Mutter des Heilandes, die einige Jungfrau gebeut es alſo. Sie hat mich angelächelt von ihrem Him⸗ melsthrone herab, nachdem ſie blutige Thränen auf