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auf den friedlichen Bürger herabſehn? Sie melden uns, daß wir den mächtigen Baronen zu Dienſten ſeyn ſollen, daß wir ihrer Willkühr verfallen ſind mit Haus und Vermögen, mit Weibern und Toch⸗ tern, mit dem Ertrage unſerer Felder, mit dem Gewinn aus dem Fluſſe. Wer von Euch hat den Muth, eine junge Frau oder eine ſchöne Tochter, an einem Gute der Barone vorüberzufahren? Wer wagt es, mit gefülltem Netze, mit vollem Obſt⸗ korbe aus einem Thore der alten Stadt zu treten? Sind nicht gleich Räuber da, welche die Weiber eben ſo gut ſtehlen, wie die Fiſche und das Obſt? Und wer ſind die Räuber? Nicht etwa Fremde, nein! Eure Landsleute, diejenigen, die Euch beſchüz⸗ zen ſollten, ſtatt beſtehlen: die Barone!“
„Herab mit dem alten Schimpfer!“ unterbrach eine wüthende Stimme die Stille, mit der man auf das Männlein gehört hatte.„Er iſt ein Auf⸗ wiegler, ein Empörer. Meine Lanze ſoll ihn her⸗ unterlangen und geſpießt trag' ich ihn zu den ge⸗ ſtrengen Herrn auf's Capitol.“
Aber das Männlein hatte viele Freunde unter dem Volke. Man nannte ihn nur Meiſter Mat⸗ theo, den Mathematikus, und ſchrieb ihm große Kenntniß geheimnißvoller Wiſſenſchaften zu. Die Lanze jenes Schreiers ſchwebte zwar ſchon in der


