Teil eines Werkes 
4. Th. (1833)
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gefüllten Körben, Mönche und Juden bildeten ein reiches Gemälde voll wunderlicher Contraſte; allein es war eine große ſtehende Gruppe die ſich dem Blicke des Beobachters bot, nicht die auf⸗ und nie⸗ derwogende, raſtloſe Maſſe, welche ſonſt zu jeder Tageszeit hier zu finden war. Ein jeder war be⸗ müht, ſich ein Plätzchen dem Hauſe des Barbiers gegenüber, zu verſchaffen. Man wagte es auf die Gefahr hin, von den muskelkräftigen Armen der Obſthändler ein ſchmerzhaftes Denkzeichen dieſer Stunde mit heimzunehmen man ſcheuete nicht die von Schimpfreden überſprudelnden Lippen der Fiſch⸗ weiber, und drängte immer vorwärts, um nur end⸗ lich zur Anſchauung eines unbekannten Etwas zu gelangen, das nach den einzelnen Ausrufungen der

Naheſtehenden höchſt wunderbar und ſeltſam ſeyn

mußte. Je weniger die neuen Ankömmlinge ahnten, was hier die Schritte der betriebſamſten Menſchen⸗ klaſſen feſſeln konnte, deſto gewaltiger trieb ſie die Neugierde weiter ins dichte Gedränge.

Bei den Gebeinen des heiligen Antonius! rief ein feiſter Mönch, dem es gelungen war, auf einem erhabenen Straßenpfeiler Poſto zu faſſen, ndas mag begreiſen, wer da will, mir aber war es

zu hoch. Der Janno muß ein Narr geworden

ſeyn, daß er ſolcherlei Bilder auf ſeinem Balcon