Teil eines Werkes 
4. Th. (1833)
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Vor dem Hauſe des Barbiers Janno Roscio war ein zahlreicher Volkshaufen verſammelt. Die⸗ ſes lag in einer engen, aber ſehr lebhaften Straße Roms, welche nach einer Stelle an der Tiber hin⸗ abführte, wo Fiſcher und Schiffer einen immer re⸗

3 gen Verkehr unterhielten. Alles trieb gewöhnlich zhier im bunten Gedränge durcheinander: Fiſchwei⸗

ber, die mit leeren Netzen zum Strome hinabeilten, um ſie aus den Vorrathsbehältern der Verkäufer wieder zu füllen, Obſthändler, die ihren Bedarf bei den Landleuten, welche mit beladenen Nachen am Ufer hielten, einnahmen, Genoſſen von dieſen und jenen, welche vom Strome heraufdrängten, wo ſie ſchon ihre Einkäufe gemacht hatten, dazwiſchen Bettelmönche, die nach allen Seiten hin das Mit⸗ leid zu frommen Gaben anzuregen ſuchten, ſchrei⸗ ende Juden, die nichts dachten und erſehnten, als Schacher und übermäßigen Gewinn. Heute war Alles ganz anders. Zwar zeigte ſich das Gedränge ſo ſtark, wie es nur jemals geweſen, beladene und unbeladene Fiſchweiber, Obſthändler mit leeren und

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