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Freunde unter den jungen Leuten, da er es ver⸗ ſchmähete, an ihren Vergnügungen Theil zu neh⸗ men. Es konnte ihn alſo nicht befremden, von die⸗ ſen ohne ein Zeichen des Wohlwollens aufgenom⸗ men zu werden. Sein Blick flog ſchüchtern nach der Tribune. Da ſah er in der Reihe der Docto⸗ ren und Profeſſoren, die ihn zu bekämpfen gekom⸗ men waren, auch die achtzehnjährige Doctorin Al⸗ leſſandra Battoni. Ein ſpöttiſcher Blick von ihr traf in den ſeinigen. Er verſtand, was dieſer Blick ſagen wollte, er fühlte, wie ihm in dieſem Augenblicke das Blut zu Kopf ſtieg, aber er nahm auch ſeinen ganzen Muth, ſeine ganze Faſſung zu⸗ ſammen, um dem Angriffe, dem er entgegen ſehen konnte, zu entſprechen. Hier galt es, die Liebe dem Willen unterzuordnen, hier mußte die Leiden⸗ ſchaft ganz verſtummen, um Geiſt und Wiſſen frei walten zu laſſen.
Siegreich hatte er ſich aller ſeiner Gegner ent⸗ ledigt; ganz zuletzt erſt trat Alleſſandra, vor Unmuth und Eifer erglühend, wider ihn auf. Er hatte ſie noch nie ſo ſchön geſehen, wie in dieſem Augenblicke. Die in der Halle herrſchende Stille war Zeuge der allgemeinen Bewunderung. Sie ſprach begeiſtert, ergreifend, aber nicht ſo bedacht und über⸗ legt, wie ſonſt. Was gründlich zu widerlegen war,


