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laſſen, als ſie ſich wiederum erhob und auf's Neue vor ihn trat. Jetzt hatte ſich ihr ganzes Außere verändert und der Vater war nicht wenig betroffen, ſie mit einemmale beruhigt, ohne Thränen und mit faſt heiterer Stirn zu ſehen. Ein ſeltſames Lächeln umſpielte ihre Lippen.„Er hat die Wiſſenſchaft in mir beleidigt,“ ſagte ſie, indem ſie Battoni's Hand ergriff:„durch ſie will ich mich an ihm rächen. Er ſtrebt nach ihrer höchſten Würde. Er ſoll ſie nicht erringen. Das werde ſeine Strafe!“— Von dieſem Augenblicke an ließ ſich Alleſſandra vor ihrem Vater nur ſelten, vor Riccardo gar nicht ſehen. Sie war immer in ihrem Zimmer, holte viele Bücher aus Battoni's Bibliothek und blieb, wie dieſer bemerkte, bis ſpät in die Nacht auf. Indeſſen überließ ſich der junge Römer nicht, wie viele in ſeiner Lage gethan haben würden, einem unmännlichen Liebesſiechthum. Er fühlte, daß Alleſſandra ſeinem Herzen nie gleichgültig werden könne, aber er bemühete ſich, in den erſten Vorarbeiten zu ſeiner nahen Promotion Zerſtreuung und Vergeſſenheit zu finden. — Der Tag, welcher für dieſes ihm ſo wichtige Ereigniß beſtimmt war, kam heran. Er fand, als
er die academiſche Halle betrat, die Bänke der Stu⸗
denten ungewöhnlich ſtark beſetzt. Er hatte keine


