Teil eines Werkes 
3. Th. (1833)
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leſſandra's, zu dem noch ein Zugang aus Bat⸗ toni's Bibliothek führte, fand dieſer die Toch⸗ ter freilich in einem Zuſtande, der ſeine Hoffnun⸗ gen ſehr herabſtimmte. Sie lag knieend am Boden und hatte ihr Geſicht in die Kiſſen des Sopha ver⸗ borgen. Noch immer weinte und ſchluchzte ſie und ihr ſchönes Haar hing, wie bei einer ganz Verzweif⸗ lungsvollen, aufgelöſ't herab. Sie hörte, was der Vater beſänftigend ſprach, nur halb an. Mit einer

heftigen Bewegung ſprang ſie plötzlich auf, trat vor

Battoni und unterbrach dieſen, indem ſie in den leidenſchaftlichſten Ausdrücken ihre Entrüſtung, ihren Zorn an den Tag legte. Sie verwünſchte den Augen⸗ blick, in dem Riccardo in ihr Haus getreten war, die Zeit, in welcher ſie arglos vertrauend ſeine täg⸗ liche Geſellſchaft geduldet hatte, den Dünkel. der Männer, der nur danach ſtrebe, ſelbſt ein Weib, das nicht den Eitelkeiten, nur dem Ernſte des Le⸗ bens fröhne, tyranniſch zu unterjochen. Sie erklärte, daß ſie niemanden auf der Erde mehr haſſe, als dieſen heuchleriſchen Riccardo, der ſie ſo lange getäuſcht. Dann überließ ſie ſich wieder ganz dem Schmerze über die vermeinte Beleidigung und ver⸗ goß ſo häufige Thränen, daß Battoni jeden Ge⸗ danken aufgab, ſeinen Ermahnungen Eingang bei ihr zu verſchaffen. Er wollte eben das Zimmer ver⸗