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mehr hinein, wo leider aber die ſchöne Alleſſan⸗ dra in einer herben und ſtrengen Weiſe waltete, die jede ſolche Botſchaft ſchon im Voraus zurückzu⸗ weiſen ſchien. Riecardo wußte recht gut, daß Marcheſen und Grafen, junge Patricier und alte Cröſuße bereits mit Werbgeſuchen um die reizende Tochter an die Thüre Battoni's angeklopft hatten und anſtatt mit einem freundlichen: Herein! zuge⸗ laſſen zu werden, mit einem derben: Nein! abgefertigt worden waren; aber hatte er nicht vor allen dieſen voraus, daß er nun ſchon ſeit einem Jahre mit der jungfräulichen Doctorin unter einem Dache lebte, erträglich von ihr behandelt wurde und tagtäglich mit ihr und dem Vater tiefſinnige Berechnungen an⸗ ſtellte, dunkle Stellen alter Autoren nach Handſchrif⸗ ten vergleichen und erklären durfte? War ihm nicht oft ſchon, wenn er, nach langem vergeblichen Forſchen von Vater und T Tochter, den einzig möglichen Aufſchluß plötzlich gefunden, ein Blick der letztern geworden, in dem er gar zu gern eine Hoffnung für ſeine Wünſche las? Dennoch konnten ihn alle dieſe Be⸗ günſtigungen nicht über die Gefahr einer entſchei⸗ denden Anfrage verblenden, und er beſchloß nun endlich nothgedrungen, dieſe zu thun, als die Woche kam, in deren Verlauf er ſeine Diſſertation zur Er⸗ langung der Doctorwürde zu vertheidigen hatte, weil


