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beſturmte ihn mit Bitten, mit Beſchwörungen, ſelbſt mit Drohungen, unſer vieljähriges Freundſchafts⸗ band aufzulöſen: nichts konnte ihn bewegen, das Siegel, das er auf ſeine Lippen gelegt hatte, zu brechen. Lächelnd, aber ſtumm, verließ er mich an der Thür ſeiner Wohnung und trat in dieſe, ohne mich einzuladen, ihn zu begleiten. Unruhig lief ich noch einige Straßen auf und nieder; dann trieb es mich in die Grünberger Vorſtadt. Ich ſtand vor dem Häuschen, welches Röschen und ihre Altern bewohnten, ich lauſchte an dem verſchloſſenen Fen⸗ ſterladen: Alles war ſtill, kein lebendes Weſen ſchien ſich in dem Innern des Häuschens zu befinden. Da hielt ich es denn endlich für das Beſte, meine Un⸗ geduld, meine Unruhe zu bekämpfen und ſo gelaſ⸗ ſen wie möglich Blümleins verhängnißvolles: Morgenl zu erwarten.
Und dieſes Morgen kam! Ich war erſt ſehr ſpaͤt eingeſchlafen; der Tag war ſchon weit vorge⸗ rückt, als ich erwachte. Ich ſtürmte zu Blümlein. Es war Sonntag, er war heute frei von Amtsge⸗ ſchäften, aber er ſeh in die Grünberger Vorſtadt gegangen, wohin ihn ein wichtiges Geſchäft rufe, hieß es. In die Grünberger Vorſtadt? Rief es denn nicht auch mich dahin mit mächtigen Stimmen, denen ich nicht zu widerſtehn vermochte? War denn


