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fragte ich mich immer wieder. Aber als ſie an⸗ fing zu ſprechen, als ich in gewöhnlicher Rede den Ton ihrer Stimme vernahm, da erkannte ich ſie ganz genau, da wußte ich auch, daß in dieſem Aus⸗ drucke unſäglicher Verachtung der Geiſt ihrer Mut⸗ ter aus ihr ſprach. Das Italieniſche floß ihr mit einer Leichtigkeit vom Munde, als ſey ſie am Arno oder an der Tiber geboren. Ganz natürlich! Sie hatte nie eine andere Sprache mit Giulietta geſpro⸗ chen. Ihrem Abgange, ſo wenig er auch dazu auf⸗ forderte, folgte ein donnerndes Applaudiſſement. „Herrlich, herrlich!“ rief überlaut der Commer⸗ cienrath.„Das iſt eine Sängerin, wie wir brau⸗ chen. In der Stimme iſt Metall— Metall, wie an der großen Glocke im Domthurme; und der Vortrag— kann man ihn geſchmackvoller, delicioͤ⸗ ſer, pikanter und ich möchte, um einen angenehmen Vergleich zu haben, ſagen, muſirender finden? Da iſt keine uberladung an Ingredienzien und Acci⸗ denzien, da iſt Alles einfach und edel, wie es Mut⸗ ter Natur will, aber mit ihrem Gepräge, mit dem Stempel der Wahrheit! Den Zechi macht ſie todt heute. Er ahnt es, er iſt verwirrt, er war aus dem Häuschen, als ſie die erſten Töne anſchlug. Und wie jung und ſchön iſt ſie, faſt zu jung und zart für dieſe Rolle! Aber da kann man


