dieſes Wortes war, daß Heinrich aus dem Dienſte trat, und eines Morgens mit der Orgel auf dem Rücken, der Geige unterm Arm und der Flöte unter dem zugeknöpften Rocke ſeine Wanderung in die weite Welt antrat. Man hatte dann nichts mehr von ihm gehört, man hatte ſeiner nur manch⸗ mal als eines Sonderlings gedacht, und ich ſelbſt mußte tief aus den Erinnerungen meiner Kindheit und Jugend ſchöpfen, um dieſes Charakterbild eines Mannes vor meine Seele zu bringen, den ich jetzt ſo unerwartet in Armuth und Elend fand.
Ich ließ mich an dem Bette des Kranken nie⸗ der, nahm ſeine Hand und verſicherte ihn, daß meine Eltern immer mit Wohlwollen ſeiner gedacht hätten.
„Ja, ja!“ ſagte er.„Ihr Vater war ein vor⸗ trefflicher Herr und Ihre Frau Mutter, den klei⸗ nen Widerwillen gegen die edle Tonkunſt abgerech⸗ net, eine verehrungswürdige Dame. Mein Leben wäre wie im Paradieſe geweſen, wenn ich immer ſo hätte muſiciren können, wie ich gern wollte.“
Indem er von Muſik ſprach, ſtrahlte ein Glanz aus ſeinem Auge, der mir ſagte, er verehre dieſe Kunſt noch immer wie ehemals. Ich konnte mich einer wehmüthigen Empfindung nicht erwehren. Das Grab ſtand ſchon offen vor den Füßen des


