Teil eines Werkes 
3. Th. (1833)
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Gelegenheit fand, die Kunſt in ihrer höhern Be⸗ deutung kennen zu lernen, ſo beſchränkten ſich ſeine Forderungen auf das, was ihm eine Drehorgel, die er von ſeinen Erſparniſſen erkauft hatte, ge⸗ währen konnte. Dieſe hatte er mit in den Dienſt meines Vaters gebracht, und man hörte nun in jedem freien Augenblicke, den ihm ſein Geſchäft gönnte, und Abends oft bis gegen Mitternacht hin, ihn unermüdet die Stückchen wiederholen, welche ſich auf der Walze ſeines Inſtruments befanden. Die Gärtnerwohnung war dem Herrenhauſe ſehr nahe gelegen. Meine Eltern hatten alſo die mu⸗ ſikaliſchen Genüſſe, wie ſie der Genius des Gärt⸗ ners, dem freilich die Flügel ſehr gebunden waren, zu bieten vermochte, aus der erſten Hand. Beſon⸗ ders fielen ſie meiner Mutter, die öfters an Ner⸗

venkopfſchmerz litt, zur Laſt. Auf einen Verſuch, durch den nur leicht darauf hingedeutet wurde,

Heinrich möge ſich in der übung ſeiner Liebha⸗ berei beſchränken, hatte er trotzig geantwortet: eher gebe er den Dienſt, als die Muſik auf; und war ſeiner lieben Drehorgel treu geblieben, die Tag und Nacht keine Ruhe vor ihm hatte. Meine Mutter gewöhnte ſich endlich an das ewige Muſiciren um ſo eher, da durch Heinrich ihr Blumenflor, der ihr ſehr am Herzen lag, ſich in einer Fülle und

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