gedient, viele Jahre lang, und nur meine eigene Schuld, eine wunderliche Eigenheit, die mich be⸗ herrſchte, konnte mich aus einem Hauſe entfernen, wo mir ſo vieles Gute erwieſen worden. Hat man Ihnen nie von dem Gärtner Heinrich erzählt?“
Freilich war mir oft von dieſem ſeltſamen Manne geſprochen worden, und ich war nicht wenig be⸗ fremdet, in dem Vater Röschens den ehemaligen Gärtner meines Vaters, den unverbeſſerlichen Mu⸗ ſiknarren, wie man ihn nur genannt hatte, zu fin⸗
den. Er hatte nur noch in den erſten Jahren
meines Lebens auf unſerm Gute gedient, und ich konnte mich alſo ſeiner nicht mehr erinnern; aber oft war ſpäter die Rede von ihm geweſen, meine Eltern hatten ſich von ihm und ſeinem wunder⸗ lichen Weſen unterhalten, und was ich damals ge⸗ hört, war mir wohl im Gedächtniß geblieben. Hein⸗ rich verſtand ſeine Kunſt aus dem Fundamente. Unter ſeiner Hand, unter ſeiner Leitung, gedieh weſen in den erſten Jahren trefflich, Vater geſtand oft, daß es nachher nie wieder zu einem ſolchen Zuſtande der Vollkommen⸗ heit gebracht worden ſey. Nur eins mußte man dem ſonſt fleißigen Manne nachſehn. Er liebte lei⸗ denſchaftlich die Muſik, und da er auf der Stufe
der Bildung, zu der er gelangt war, freilich nicht


