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in Verſuchung führte, mich für ein Weſen von himmliſcher Abkunft zu halten, ſo hielt ich mich doch jetzt berufen vorzutreten, und ihren Worten eine Erklärung folgen zu laſſen. Der Kranke ſah mich aus den tief liegenden Augen ſtarr an. Er ſchien mit großer Aufmerkſamkeit meinen Eröffnun⸗ gen zu lauſchen, er wurde unruhig dabei und richtete ſich zuletzt, indem er ſeine ganze Kraft auf⸗ bieten mochte, mit halbem Leibe vom Lager auf.
„Ich irre mich nicht,“ ſagte er dann mit ſchwa⸗ cher Stimme.„Sie ſind ein Baron Felsberg, oder die Natur, die Sie mit den Zügen, mit dem Klange der Stimme dieſes edeln Geſchlechtes aus⸗ geſtattet hat, müßte lügen, müßte mich täuſchen wollen in einer frohen Vermuthung, die ſich bei Ihrem Anblicke in meiner Seele erhebt.“
„Ich heiße Guido von Felsberg,“ antwor⸗ tete ich, erſtaunt mich hier gekannt zu ſehen.„Aber wer ſind Sie, woher kennen Sie meine Familie ſo genau, daß eine leichte Ahnlichkeit, daß der Ton meiner Rede mich Ihnen als einen Zweig dieſes Stammes verrieth?“
„Herr Baron,“ verſetzte der Mann und aus ſei⸗ nen Blicken leuchtete ein ſeltſames Feuer,„ich habe ſie auf meinen Armen getragen, als Sie noch ein kleiner Knabe waren, ich habe Ihrem Vater treu⸗


