Teil eines Werkes 
3. Th. (1833)
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in die Schanze ſchlagen. Uberlaſſet es mir, das verirrte Kind ſeinen Altern zurückzubringen. Mir ſchadet die Nachtluft nicht. Ich bin jünger als Ihr, und ſolcher Spaziergänge um Mitternacht ge⸗ wöhnt!

Ich hatte, wie ich jetzt beim Scheine einer be⸗ nachbarten Laterne ſah, ganz recht gehabt, als ich das weibliche Weſen, zu deſſen Beſchützer ich mich aufwarf, ein Kind nannte. Es ſaß auf einem Eck⸗ ſteine, hielt ein Körbchen mit Blumen im Arme, und ſah mich aus großen blauen Augen verwundert an. Es mochte kaum ſiebenzehn Jahre zählen. Die blonden Locken hingen in artigen Ningen um das kleine Koͤpfchen herab, ein ſauberes weißes Kleid⸗ chen deckte die zarte Geſtalt, und auf dem lieblichen Angeſichte war, wie Blümlein ganz richtig geſagt hatte, ein Freibrief der Unſchuld und Sittſamkeit zu leſen, den der liebe Gott dem Mädchen zur Reiſe durch das Leben mitgegeben hatte. Welche Altern aber mochten das ſeyn, die es wagten, ein Mädchen von dieſem Alter Nachts auf die Straße zu ſchicken, um Blumen feil zu bieten? Hieß das nicht die Tugend ſelbſt der Verſuchung ausſetzen, begaben ſie ſich nicht durch dieſe Verfahrungsweiſe aller Rechte auf ein Weſen, zu deren ſorgſamer Pflege, zu de⸗ ren Schirme ſie von der Natur berufen waren?