Teil eines Werkes 
3. Th. (1833)
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auf eine andere Perſon einſprach, welche ihm, wie es ſchien, nur Thränen, Schluchzen und laute Kla⸗ gen zu erwiedern hatte. Ich war erſtaunt, den ſonſt ſo friedfertigen Virgilius, der regelmäßig, wenn die Glocke die eilfte Stunde ſchlug, in ſeine Hausthüre trat, jetzt noch gegen Mitternacht in einer ſo lebhaften Controverſe zu finden. Indem ich mich langſam näherte, vernahm ich, daß ſeine Rede von Augenblick zu Augenblick eifriger wurde, daß ihn ein Feuer ergriffen hatte, welches ihm ſonſt nicht eigen war.

Ja, hörte ich ihn jetzt ſprechen,es iſt nicht zu leugnen, daß Ihr die Natur ein Antlitz gege⸗ ben hat, auf dem ein Freibrief gegen jeden Ver⸗ dacht, ein Teſtimonium Gottes für Ihre Tugend und Unſchuld zu ſtehn ſcheint. Aber mißbrauche Sie dieſe Gabe nicht, und ſtrafe Sie unſern Herr⸗ gott, der den Freibrief der Tugend leicht in einen Steckbrief des Laſters verwandeln kann, nicht Lügen. Er führt die oberſte Polizei in jedes Menſchen Le⸗ ben, und ſieht ſchärfer, als unſer hochlöbliches Poli⸗ zeiamt in copore, und wenn er Sie einmal auf dem Sündenpfade erwiſcht, ſo wird Sie der Strafe nicht entgehn.

Ich konnte die Antwort, die auf dieſe Rede ge⸗ geben wurde, nicht verſtehn. Ich hörte nur wei⸗