terwarf, und als trete der tückiſche Dämon, der in ſeinem Innern laure, plötzlich für einen Moment hervor. So wenigſtens kam mir Signor Zechi vor, und ich betrachtete ihn wie ein wunderliches Räthſel, deſſen Bedeutung uns anzieht, ob wir gleich in ſeiner Löſung etwas Unheilverkündendes ahnen. 4 Ich hatte mich auf das Eiſengeländer gelegt, das nach der Seite des Fluſſes hin den Quai be⸗ gränzte. Ich ſah in die Wellen, die in zitternden Bewegungen den Mond wiederſpiegelten; ich ließ mich von den unbeſtimmten Empfindungen ergrei⸗ fen, denen ich mich in ſolchen Augenblicken gern hingab, und vergaß bald über dieſe ſentimentale Träumereien die italieniſche Operngeſellſchaft, den Sänger Zechi und den Keller des Italieners, wo das Wohl und Wehe des Theaterweſens und die wunderliche Erſcheinung des Tenoriſten abgehandelt worden waren. Gewiß hätte mich eine poetiſche An⸗ wandlung ergriffen, und ich hätte den ſchönen Abend, den reizenden Mondſchein, das Spiel und Flüſtern der Wellen in einem lhriſchen Erguſſe gefeiert, wenn nicht plötzlich in geringer Entfernung von mir die helle, dünne Stimme meines Freundes,
des Polizeiaktuars Virgilius Blümlein, er⸗
klungen wäre, die bald drohend, bald ermahnend


