Teil eines Werkes 
3. Th. (1833)
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hatte, nahe an fünfzig Jahren; man ſagte ihm das Argſte nach und wollte wiſſen, neben der Gewiß⸗ heit verſchiedener Entführungen, ruhe auch der Ver⸗ dacht einiger Mordthaten auf ihm; er habe in Rom in den Gefängniſſen der Inquiſition wegen angeklag⸗ ter Ketzerei geſchmachtet, ſey aus dieſen wie durch ein Wunder entkommen und dürfe nun nicht wa⸗ gen, je wieder ſeinen Fuß die ſüdliche Heimath be⸗ treten zu laſſen. Der anweſende Polizeiaktuar, Vir⸗ gilius Blümlein, ein kleines, ſchlankes, ge⸗ ſchniegeltes und gebügeltes Weſen, that, indem er langſam ſeinen halben Schoppen Landwein nieder⸗ ſchlürfte, ſehr geheimnißvoll, und warf bedeutungs⸗ ſchwer die Bemerkung hin, es gäbe Italiener, die ihre Mordluſt auch über die Gränze ihres Landes zu friedlichen, ſedaten Nationen trügen, aber eine hohe polizeiliche Behörde kenne ſie wohl und in⸗ vigilire auf ſie zum Beſten und zur Sicherheit des Publikums. Man hatte ihm Johannisberger, Nuits und Champagner präſentirt, um ihn noch zu wei⸗ tern Mittheilungen zu bewegen, allein der Aktuar Blümlein hatte Alles verſchmäht, mit verſchwie⸗ gener Miene ſein Fiſchbeinſtöckchen ergriffen, und zum allgemeinen Leidweſen der Gäſte ſtill und ernſt den Keller verlaſſen.

Alle dieſe Dinge gingen mir im Kopfe herum,