Die Begegnung.
Es war eine ſchöne, laue Sommernacht. Im Kel⸗ ler des Italieners, aus dem ich eben zurückkehrte, war es laut und luſtig hergegangen. Man hatte über das Gaſtſpiel der fremden Schauſpielerin hin und her geſprochen, es waren eben ſo viele Kämpen dafür, als dawieder aufgetreten, dann war die Unterhal⸗ tung auf die neu angelangte italieniſche Opernge⸗ ſellſchaft übergegangen, und hatte nun bei dem all⸗ bewunderten, erſten Tenor, Signor Zechi, verweilt. Die Geſellſchaft hatte erſt eine Vorſtellung gegeben, und in dieſer einen Vorſtellung hatte Signor Zechi den Preis davon getragen. Man wußte nicht, ob man mehr dem wundervollen, herrlichen Klang ſei⸗ ner Stimme ſelbſt, oder deren kunſtvolle Ausbildung, oder das edle, ſchöne Außere des Sängers, oder ſein lebendiges, durchdachtes Spiel bewundern ſollte. Dabei erhielt ſeine Perſönlichkeit durch allerlei ſelt⸗ ſame, dunkle Gerüchte, die von ihm im Gange waren, eine beſondere Bedeutung. Man behauptete, er zähle, obſchon er das Anſehen eines Dreißigers


